Road-Trip 2017

Road-Trip 2017

Inhaltsverzeichnis

  1. Los geht die Fahrt
  2. Weiter ans Mittelmeer
  3. San Sebastian 
  4. Santiago de Compostela
  5. Porto 
  6. Lagos
  7. Meine Zeit in Lagos (Teil1) 
  8. Meine Zeit in Lagos (Teil2) 
  9. Mein Letzter Tag in Lagos
  10. Málaga
  11. Valencia 
  12. Barcelona
  13. Das war wohl nichts mit Ruhetag
  14. Italien ich komme!!! 
  15. Venedig
  16. Venedig Teil 2 
  17. Gardasee
  18. Südtirol 
  19. Der perfekte Abschluss
  20. Zurück im Alltag

bty

1)

Auf geht es auf die große Reise.

Mein erster Stopp, Freiburg, meinem Bruder nochmal „Hallo“ sagen, bevor es dann auf große Fahrt geht.

Und dann ist es soweit, noch eben einmal volltanken meinen Bruder umarmen, Klimaanlage an und Vollgas in Richtung Süden.

Um mehr von der Landschaft zu sehen und Mautgebühren zu sparen habe ich mich dazu entschlossen hauptsächlich Landstraße zu fahren, das kostet natürlich ein bisschen mehr Zeit, aber ich habe ja Zeit genug. Ich mache mir keinen Stress und fahre immer nur soweit, wie ich lustig bin.

Am ersten Tag bin ich ca. 8 Stunden gefahren.
Zuvor hatte ich mir natürlich entlang meiner Strecke Campingplätze herausgesucht, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind und die ungefähr daliegen, wo ich hinmöchte.

Am Campingplatz angekommen habe ich noch einen der letzten freien Plätze bekommen – Glück gehabt 😊 -. Jetzt geht es daran, meinen Schlafplatz aufzubauen. Das Zelt steht recht schnell – den Auf- und Abbau hatte ich zuhause ja schon geübt- Tisch und Kocher noch aus dem Auto geräumt, ist mein Platz für die Nacht fertig hergerichtet.

Da ich in meinem Urlaub natürlich auch etwas sehen möchte, mache ich mich auf, die Gegend zu erkunden. Der Campingplatz liegt direkt am Fluss und bietet eine schöne Ausschicht auf den umliegenden Wald – schöne Landschaft, mitten in Frankreich -. Bei dem heißen Wetter konnte ich mir natürlich nicht nehmen lassen, auch mal in den Fluss zu gehen und mir eine Abkühlung zu gönnen. Mit ein bisschen Kreativität und Feingefühl habe ich es dann auch bergab zum Fluss geschafft. – Dummerweise habe ich mir vorher nicht überlegt, wie ich nach dem Schwimmen wieder nach oben komme. – Nach der Abkühlung stand ich dann da und kam den Hügel nicht mehr hoch 😊, dumm gelaufen nenne ich das. Zum Glück war ich nicht alleine und es waren schnell Leute bereit mir zu helfen, so war ich in null Komma nichts wieder oben auf der Straße. Und das alles, obwohl ich kein Wort französisch spreche. Nach einem „Danke“ von meiner Seite, bekam ich noch freundlich eine gute Weiterreise gewünscht und weiterhin alles Gute.

Am Abend dann, habe ich mir noch eine Dose Ravioli warm gemacht und mich dann ins „Bett“ begeben – auf eine gute erste Nacht im Zelt -.

Es war ein schöner kleiner Campingplatz und für eine Nacht vollkommen ausreichend. Aber für einen längeren Urlaub wäre der Platz für mich nichts gewesen. Ich kann mich nicht beschweren, es gab eine rollstuhlgerechte Toilette und auch eine Dusche. Die Dusche verfügte sogar über einen Duschstuhl. Es war alles nur ein bisschen alt und sah aus, als würde es gleich auseinanderfallen – ich bin nicht sehr anspruchsvoll, doch ein gewisser Standard sollte vorhanden sein –.

Nach einer gefühlt kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen weiter. 😊

 


2)

Wie gesagt nach einer gefühlt kurzen Nacht ging es morgens früh weiter. Mein Ziel für den Tag: ich wollte ans Meer. Und zwar ans Mittelmeer und dass auch aus einem bestimmten Grund. Knapp eine Woche vor Beginn meiner Reise schrieb mir eine Freundin, sie sei mit Ihrer Familie in Frankreich am Mittelmeer. Ich habe gefragt, wo genau und dann geschaut, ob der Ort in der Nähe meiner Route liegt. Das passte alles ganz gut und ich habe sie gefragt, wie es wäre, wenn ich mal vorbeischaue. Die Idee fand sie auch ganz gut, somit war klar, dass ich sie besuchen fahre.

Nachdem ich nach dieser kurzen Nacht alles zusammengepackt hatte, und eine Kleinigkeit gefrühstückt, ging es also in Richtung Mittelmeer.

Nach ca. 7 Stunden Fahrt war die Etappe geschafft 😊. Netterweise konnte ich mein Zelt bei meiner Freundin und Ihrer Familie auf dem Platz aufstellen, denn der Campingplatz hatte nichts mehr frei. So war es aber auch viel schöner und wir genossen zwei toller Tage – vor allem gab es sehr leckeres Essen 😊 –

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es dann ziemlich gewittert, es gab ein, zwei laute Donnerschläge und etwas Regen, aber sehr viele Blitze. Einer nach dem anderen, so dass ich mir irgendwann das Kopfkissen über den Kopf gezogen habe, weil mich dieses ständige Aufleuchten genervt hat und ich nicht schlafen konnte.

Am Donnerstag war das Wetter dann schöner als gemeldet. Wir haben uns zuerst an den Pool gelegt und uns gelegentlich im Pool abgekühlt – jetzt habe ich einen schönen Sonnenbrand an Bauch und Füßen 😊 – Ich konnte es mir aber nicht nehmen lassen, auch mal ins Meer zu gehen – dazu muss ich sagen, ich liebe das Meer und ich liebe es im Meer zu schwimmen –. Nur, der Sand ist immer überall und den bekommt man auch nicht so leicht abgewaschen 😊.

Mit dem Rollstuhl ging es ganz gut, es gab bis zum Wasser Gummimatten auf denen man mit dem Rollstuhl gut fahren konnte. Ein wenig schade war nur, dass diese nicht direkt an der Straße angefangen haben. Erst ging es ca. 20 m durch den Sand und dann fingen die Matten an. Von da an lagen sie aber bis direkt ans Wasser.

Auch die sanitären Anlagen waren schön und komplett rollstuhlgerecht.

Ein sehr schöner Campingplatz, vielleicht ein bisschen voll, aber das ist es ja immer in der Hochsaison.

Am Donnerstagabend gab es noch lecker Gegrilltes und wir haben einen schönen Abend zusammen verbracht. Ich war dann doch ganz schön müde und bin sofort eingeschlafen.

Freitagmorgen noch einmal lecker gefrühstückt und für die Weiterfahrt gestärkt, bin ich ausgeruht aufgebrochen in Richtung San Sebastian in Spanien.

Danke hier nochmal für die schönen zwei Tage.

 


3)

In San Sebastian angekommen war mein erster Gedanke, „oh Gott“ wo bist du hier gelandet. Wenn man von der Autobahn in die Stadt hineinfährt, sieht man erstmal nur Häuserblöcke und zwar riesige Häuserblöcke. Aber ich wurde schnell vom Gegenteil überzeugt, denn der Campingplatz, den ich mir ausgesucht hatte, liegt mitten in den Bergen. Schaut man zur einen Seite, so sieht man den Atlantik und zur anderen Seite eine schöne Berglandschaft.

Das Fahren durch die Stadt war ein bisschen nervenaufreibend, die Fußgänger und Fahrradfahrer fahren oder gehen einfach über die Straße, ohne zu schauen und die Autofahrer machen es nicht besser.

Am Campingplatz angekommen hatte ich schnell alles aufgebaut und mir dann überlegt, dass ich anstatt wie geplant nicht nur eine Nacht bleibe, sondern Zwei.

Den ersten Abend habe ich dann nur noch einen Rundgang über den Platz gemacht. Mir alles angesehen – obwohl, alles konnte ich mir nicht ansehen, wie schon erwähnt liegt der Platz in den Bergen, somit ist es an einigen Stellen auch recht steil. Daher habe ich mir nur das angesehen, wo ich auch gut hinkonnte.

 

Ich muss sagen von den sanitären Anlagen bin ich begeistert. Ich habe an der Rezeption einen eigenen Schlüssel bekommen, für eines der rollstuhlgerechten Badezimmer und das ist komplett ausgestattet und vor allem sehr sauber.

So langsam glaube ich, gewöhne ich mich an das Schlafen im Zelt. Ich schlafe ziemlich gut und auch lange.

Am nächsten Morgen habe ich mir dann überlegt, in die Stadt und an den Strand zu fahren. Da ich es bisher aus Spanien gewohnt war, dass die Busse nicht gut für Rollstuhlfahrer zugänglich sind, habe ich mir gedacht, fahre ich besser mit dem Auto – dumme Idee -. Also habe ich mich nach dem Frühstück mit dem Auto auf in die Stadt gemacht und natürlich auch nach langem Suchen keinen Parkplatz gefunden. Die einzige Möglichkeit, zurück zum Campingplatz und es doch mit dem Bus versuchen.

Gesagt getan!

Und dann bin ich überrascht worden, ich konnte es kaum fassen – ich hätte gleich mit dem Bus fahren sollen 😊-. Der Bus hielt an der Haltestelle und es funktionierte alles automatisch, die Tür ging auf und eine Rampe kam herausgefahren. Mir viel fast die Kinnlade runter, das hatte ich nicht erwartet!

So ging es jetzt dann nochmal runter in die Stadt. Auch von der Stadt war ich überrascht, ich hatte keine größeren Probleme. An ein, zwei Stellen waren ein paar kleine Löcher, aber das war nicht der Rede wert und an der Strandpromenade war alles kein Problem.

Überall gab es Rampen um an den Strand zu kommen und Matten waren bis ans Meer ausgelegt.

Ein bisschen blöd war dann nur, dass es zu einem Aussichtspunkt nur über grobes Kopfsteinpflaster ging. Da musste ich dann ein bisschen mit meinem Rollstuhl jonglieren, das war es aber wert. Eine unglaubliche Sicht über das Meer und die Stadt.

Von dem Aussichtspunkt aus konnte man aber auch sehen, dass San Sebastian halt doch eine große Stadt ist und die Häuserblöcke an der Strandpromenade die schöne Aussicht ein wenig ruinieren.

Ich fand es aber trotzdem sehr schön und habe mich den Rest des Nachmittags noch ans Meer gesetzt, die Sonne genossen und die Surfer beim Surfen beobachtet.

Schnell ist dieser Tag auch wieder vorbei gegangen und morgen geht es weiter in Richtung Santiago de Compostela.

 


4)

Nach Santiago de Compostela bin ich nicht alleine unterwegs gewesen. Auf dem Campingplatz in San Sebastian habe ich Diego kennengerlernt und er wollte von San Sebastian nach Portugal, wusste allerdings noch nicht so recht wie, da hat er mich gefragt ob ich ihn bis Santiago mitnehmen könnte.

Ich musste zwar ein bisschen Platz in meinem Auto schaffen, dass ging aber schnell und ich sagte ihm es wäre kein Problem ihn mitzunehmen.

Wir hatten eine relativ lange Fahrt vor uns und nachdem ich dann endlich eine Tankstelle gefunden hatte – die Suche hat ca. 1 Stunde gekostet 😊- konnte es endlich losgehen. Das Navi gab zu Beginn der Fahrt an, dass es ca. 7 Stunden dauern würde, ehe wir da sind. Wir haben dann noch eine Pause eingelegt und waren 8 Stunden unterwegs. Es kam mir aber nicht wie 8 Stunden vor, die Zeit ging schnell vorbei und es war eine sehr amüsante Fahrt. Wir haben viel gelacht und uns unterhalten. Es war eine coole Abwechslung mal nicht alleine zu fahren und sich mit jemanden zu unterhalten der wirklich existiert 😊.

Diego und ich haben zwar verschiede Ziele, die wir erreichen möchten, aber ich denke wir haben die Reise aus ähnlichen Gründen angetreten. Um den inneren Frieden zu finden und sich mal mit sich selber befassen zu können.

Ich muss schon sagen, heute beginnt meine zweite Woche. Und seit ich zuhause losgefahren bin, habe keine Kopfschmerzen mehr gehabt, die ich zuhause ständig habe. Ich denke einfach das ich mir mal keine Gedanken mache über alles und jeden und einfach das mache wozu ich gerade Lust habe, ohne zu überlegen ob es das Richtige ist. – Mal nicht darüber nachdenken was die Zukunft bringt und wie es weitergeht, in den Tag leben und einfach nur genießen 😊-

Also, um zurück auf die Fahrt nach Santiago zu kommen, es war wirklich sehr lustig und es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit Diego zu fahren. An dieser Stelle, vielen Dank dir Diego für die tolle Fahrt und den schönen Abend.

Nachdem auf dem Campingplatz in Santiago de Compostela alles aufgebaut war sind wir dann noch in die Stadt. Wir haben einen kleinen Rundgang gemacht und noch Tapas gegessen.

Danach haben sich unsere Wege getrennt, denn Diego wollte am nächsten Tag weiter nach Portugal und ich hatte vor noch eine Nacht länger in Santiago de Compostela zu bleiben. Wir haben uns verabschiedet und gesagt das wir uns in Deutschland bestimmt noch einmal sehen.

Am nächsten Tag bin ich dann nochmal in die Stadt gefahren und zwar diesmal wieder mit dem Bus. Die Busse waren zwar nicht ganz so modern wie in San Sebastian, es hat trotzdem alles gut geklappt.

Von außen sieht Santiago de Compostela wirklich schrecklich aus. Doch der Kern ist sehr schön und die alten Gassen und Kathedralen sind sehr eindrucksvoll. Allerdings ist es als Rollstuhlfahrer alleine sehr schwer voran zu kommen, es sind alte Gassen und Straße, alle mit grobem Kopfsteinpflaster. Es geht auf und ab, an einigen Stellen wirklich sehr steil, was alleine nicht machbar ist. Ich habe deshalb auch ein, zweimal jemanden gefragt der mich ein Stück bergauf geschoben hat. Bergab geht es auch recht steil. Ich fahre sonst nie mit Handschuhen, aber hier habe ich sie wirklich gebraucht, sonst hätte ich mir meine Hände an meinem Greifreifen verbrannt 😊.  Und wenn man bergauf rückwärtsfährt, hatte ich das Gefühl, es ging etwas leichter – ich musste nur aufpassen das ich nicht vorwärts rausrutsche 😊-

Die Stadt ist ziemlich überlaufen und es ist schwer durch die Menschenmenge einen Weg zu finden, bei dem man keinem über die Füße oder in die Hacken fährt. Für mich ist das Nichts, wenn es so überlaufen ist. Es war sehr schön zu sehen und auch interessant, aber ich habe wieder einmal festgestellt das ich kein Stadtmensch bin.

Also geht es morgen dann auch weiter nach Porto in Portugal. Das ist zwar auch wieder eine Stadt, die liegt aber direkt am Meer.

Ich hoffe auch, dass das Wetter ein wenig besser wird. Ich möchte ja noch ein bisschen braun werden, sonst glaubt mir ja keiner, wenn ich nach Hause komme, dass ich weg war. 😊

 


5)

Hallo, da bin ich wieder. Ich hatte auf meinem letzten Stopp kein Internet und konnte daher nichts Online stellen.

Nach Santiago de Compostela ging es also weiter in Richtung Portugal, mein Ziel, Porto. Auf dem Weg nach Porto habe ich einen alten Bekannten wiedergetroffen. Diego habe ich in Vigo aufgesammelt.

Die Fahrdauer war nicht so lange, ca. 3 Stunden waren es bis Porto. Es hat aber auch mal gut getan, nur eine kurze Strecke zu fahren. Wir kamen somit auch relativ früh in Porto an, da ich schon gegen zehn in der Früh in Santiago de Compostela losgefahren bin. Portugal hat eine andere Zeitzone, die 1 Stunde hinter unserer Zeit liegt. Angekommen sind wir also gegen 12 Uhr. Zu Beginn der Fahrt sah das Wetter nicht gut aus. Das hat sich aber immer mehr gebessert und die Urlaubsstimmung kam so richtig auf.

Der Campingplatz war nicht so leicht zu finden. Zuerst haben wir an dem Falschen gehalten. Dort gab es aber gar keine Plätze für Camper, aber man erklärte uns, wo wir hin müssen. Nach ein bisschen Suchen war dann der Platz auch gefunden – ob es wirklich der war, wo ich hin wollte, kann ich nicht sagen aber egal -. Das Zelt war dank Diegos Hilfe sehr schnell aufgebaut.  Er konnte erste gegen 15 Uhr in „sein“ Hostel. Wir sind dann zum Strand gegangen, haben noch eine Kleinigkeit gegessen und  die Sonne und den wundervollen Ausblick genossen.

Am Nachmittag dann bin ich an der Standpromenade entlanggefahren und habe mich am Meer gesonnt.

Auf den Tafeln der verschiedenen Strandabschnitte stand immer ein Zeichen, dass der Abschnitt für Rollstuhlfahrer geeignet sein soll. Ich habe alle diese Abschnitte eher als ungeeignet empfunden. Die Standpromenade war zwar schön geteert, man konnte diese auch gut befahren und ja es gab auch Holzpaletten die zum Strand führten, aber niemals auch nur in die nähe des Wassers. Somit war es für mich unmöglich irgendwie ins Wasser zu kommen. Ich habe dann das Wetter und die Sonne genossen und bin schön braun geworden 😊.

Am nächsten Tag ging es dann nach Porto, die Stadt besichtigen. Ich bin wieder mit dem Bus gefahren und es hat alles gut funktioniert. Porto allerdings ist nicht so Rollstuhl-freundlich. Es geht viel bergauf und -ab und das sehr steil. Alleine war ich nicht in der Lage das zu schaffen. Mir ist zum Glück immer jemand zu Hilfe gekommen. Doch habe ich mich dann dazu entschlossen, mir die eigentlichen Sehenswürdigkeiten nicht anzuschauen, weil sie für mich ohne Begleitung nicht zu erreichen waren. Dafür bin ich dann am Wasser entlanggefahren und habe von dort auf die Stadt geschaut. Ich bin an diesem Tag ca. 10 km gefahren. Doch auch das Fahren war nicht besonders einfach, es gestaltete sich eher wie ein Hindernisparcours und ich hätte darauf wetten können, dass ich mich bestimmt einmal hinlege 😊 – ich habe mich nicht hingelegt und war ganz stolz auf mich -.

 

Zum Mittag konnte ich es mir nicht nehmen lassen, mit Ausblick aufs Meer eine leckere Pizza zu essen 😊.

Und natürlich bin ich auch so ein wenig an den üblichen Touristenshops vorbei gefahren. Aber es ist doch immer ähnlich, nur der Aufdruck ändert sich.

Ich fand Porto trotzdem sehr interessant. Am Abend allerdings, hatte ich dann das Gefühl, ich kann mich nicht mehr bewegen. Meine Arme taten so weh und ich war froh als ich am Campingplatz meine Luftmatratze in die Sonne gezogen und mich einfach darauf fallen gelassen habe 😊.

 


6)

Mein Nächstes Ziel: Lagos an der Algarve. Von Porto bis Lagos sind es ca. 6 Stunden Autofahrt (Über die Autobahn sonst 10 Stunden) . Da ich früh in Lagos ankommen wollte, bin ich um 8 Uhr morgens in Porto los.

Die Fahrt nach Lagos hat mich einige Nerven gekostet.  Ich kannte das Mautsystem nicht bzw. ich wusste nicht, dass einige Strecken nur über elektronische Tickets verfügen, die vorab besorgt werden müssen. Ich habe ein bisschen Panik bekommen, dass das Probleme geben könnte. Über mehrere Ecken hat mein Vater erfahren, dass man die Maut auch nachzahlen kann. Allerdings erst 48 Stunden nachdem man über die Autobahn gefahren ist – ich hoffe mal das klappt alles -.

Der Platz auf dem ich gelandet bin ist ein bisschen von Strand entfernt, aber mit dem Bus in 3 min zu erreichen.

Das habe ich dann auch gleich mal ausprobiert. Der Bus, welcher dann aber kam, hatte Stufen. Ich dachte schon, das war es dann mit dem Strand. Doch netterweise stiegen ein paar Männer aus, die mich dann samt Rollstuhl in den Bus gehoben haben. Beim Aussteigen hat dann auch der Busfahrer mitgeholfen. Ich war sehr beeindruckt 😊.

Das muss ich sagen, von überall habe ich bisher Hilfe bekommen. Auf der Rückfahrt dann, kam ein Bus ohne Stufen, da war das Einsteigen dann schon ein bisschen leichter😊. Nur dumm das ich die Haltestelle verpasst habe an der ich hätte aussteigen musste. Also habe ich eine Rundtour gemacht, bin einmal bis nach Lagos und wieder zurück gefahren – dumm gelaufen nennt man das 😊-. Nach der ganzen „Hin- und Herfahrerei“ musste ich mir dann einen richtig großen Hamburger gönnen. 😊

In Lagos bleibe ich jetzt ein bisschen länger und zwar eine Woche, denn ich bekomme Besuch. Am Montag kommt eine Freundin. Sie bleibt dann ein paar Tage. Da freue mich sehr drüber Wir werden bestimmt Einiges sehen und erleben.  Das wird sicher lustig.

 


7) 

Ein kleines Update zwischendurch 😊

Ich bin jetzt schon ein paar Tage in Lagos. Mir gefällt es wirklich gut hier, das Wetter stimmt und die Gegend ist sehr schön.

Am Samstag bin ich zum Strand. Wie gesagt bis zum Strand sind es ca. 3 min mit dem Bus, aber man kann auch laufen, das ist dann eine Strecke von ca. 1 km. Das ist nicht weit und locker zu bewerkstelligen, das Problem ist nur, dass man an einer viel befahrenen Straße entlang muss. Diese hat keinen Bürgersteig, das bedeutet also auf der Straße laufen und hoffen das die Autos einen sehen 😊. Ich hatte aber keine Lust Bus zu fahren – ich fahre sehr ungern Bus –. Also habe ich beschlossen zu „gehen“. Es ist alles gut gegangen die Autofahrer haben wirklich Rücksicht genommen und sind langsam an mir vorbeigefahren. Zum Strand runter geht es dann steil bergab – das ist hier überall: bergauf und bergab, wenn ich nach Hause komme habe ich Oberarme wie ein Bodybuilder –. Bergab funktioniert immer ganz gut. Es ist kein Problem, obwohl ich fahre hier mit Handschuhen, denn ohne würde ich mir die Hände verbrennen. Eigentlich mag ich keine Handschuhe, aber was muss, dass muss 😊. Also wie gesagt bergab war kein Problem, zum Rückweg später mehr 😊.

Am Strand angekommen habe ich dann vergebens einen Weg zum Meer gesucht. Also bin ich das Stück, welches mit einem Holzsteg ausgelegt ist, langgefahren und habe mich dann da in den Sand gesetzt. Doof nur, dass das noch ein ganzes Stück vom Strand entfernt war. Da ich nicht den ganzen Tag nur dort sitzen wollte und das Meer ansehen, bin ich dann irgendwann auf dem „Hinterteil“ in Richtung Wasser gerutscht. Nicht lachen jetzt!!! Ich habe mir dabei das „Hinterteil“ verbrannt, weil der Sand so heiß war 😊 – so als ob man über einen Teppich rutscht-.  Ganz dumm, ich muss natürlich den ganzen Tag darauf sitzen, sehr angenehm sage ich euch.

Als ich dann fast am Wasser war, kam eine portugiesische Familie auf mich zu und fragte ob ich Hilfe benötige. Die Frau sagte, es gäbe hier am Strand Sandrollstühle – die hatte ich zuvor auch gesehen, nur leider kann man diese nicht alleine bedienen und mein imaginärer Freund war auch nicht dazu in der Lage 😊 – Ich war also sehr dankbar für das Angebot und habe es gerne angenommen. Nachdem ich schwimmen war, haben die freundlichen Portugiesen mich mit dem Strandrollstuhl zurück zu meinem Platz gebracht und mir nochmals ihre Hilfe angeboten.

Ich habe mich anschließend ein wenig gesonnt. Bis ich von einem Sonnenschirm ausgeknockt wurde. 😊 Kein Scherz, der hatte sich durch den Wind gelöst und ist mir mit voller Wucht gegen den Kopf geflogen. – Sowas ziehe ich magisch an -. Diesmal bin ich mit einer Beule und leichten Kopfschmerzen davongekommen. Danach habe ich dem Sonnenschirm aber nicht mehr getraut. Die Familie war so nett mich noch bis zur Promenade zurück zu fahren, von wo ich wieder ohne Probleme mit meinem Rollstuhl fahren konnte.

Danach erstmal etwas gegessen und dann war es schon wieder Nachmittag und ich habe mich auf den Rückweg begeben. Dann die Herausforderung: Ich musste den steilen Anstieg wieder herauf und es war niemand weit und breit, der hätte helfen können. Also habe ich die Herausforderung angenommen und bin losgerollt. Bis ca. zur Mitte, von da an ging es noch steiler bergan. Ich habe mich umgedreht und bin rückwärts weiter gerollt. Es war aber so steil, dass ich immer weiter nach vorne gerutscht bin – ich bin nicht herausgerutscht -. Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich war als ich oben angekommen bin 😊 Das Stück Strecke an der Straße entlang war mir dann so warm, dass ich mein T-Shirt ausgezogen habe -ich hatte natürlich noch ein Bikinioberteil an -. Ihr könnt euch nicht vorstellen, von wie vielen Autofahrern ich ein Angebot bekommen habe, mich mitzunehmen. Das habe ich natürlich dankend abgelehnt – ich bin noch nie getrampt und wollte jetzt nicht damit anfangen-. Am Campingplatz angekommen, bin ich quasi in den Pool gefallen: Abkühlung.

Den Sonntag habe ich mal nichts unternommen. Mich einfach an den Pool gelegt und die Sonne genossen 😊. Heute mache ich mich gleich auf den Weg meine Freundin am Flughafen abzuholen. Ich freue mich schon sehr auf ein paar Tage, an denen ich mich nicht mit meinem imaginären Freund unterhalte muss 😊.

 


8)

Meinen Besuch habe ich erfolgreich vom Flughafen abgeholt. Da der Flughafen recht klein ist, hatte ich keine Probleme und habe alles auf Anhieb gefunden. Die Behindertenparkplätze waren auch direkt in der ersten Reihe.

Nachdem ich meine Freundin vom Flughafen abgeholt habe, sind wir erst einmal einkaufen gefahren, um noch Kleinigkeiten zu besorgen. Daraufhin ging es dann zum Campingplatz. Hier haben wir uns zuerst eingerichtet und umgezogen, weiter ging es zum Strand.  Das Wetter hat leider am Montag nicht so mitgespielt,  es war warm aber bewölkt. Bis zum Strand sind wir zu Fuß gegangen und dann ein bisschen an der Strandpromenade vorbei.  Da das Wetter leider nicht so gut war,  sind wir schnell wieder zurück zum Platz.  Zuvor allerdings, hatten wir für Mittwoch eine Bootstour durch die Grotten gebucht.

Für den nächsten Tag war dann ein Trip nach Lagos geplant. Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus los. In Lagos haben wir uns einen schönen Tag gemacht. Wir sind die Promenade entlang und haben am Stand gelegen. Natürlich wollte ich auch ins Wasser,  doch hier waren weit und breit leider keine Strandrollstühle oder ein Weg bis zum Wasser. Nach einigem überlegen ist Katharina dann mit dem Rollstuhl zuerst bis in die Nähe des Wassers und wollte mich danach holen.  Ein aufmerksamer Mann hat das mitbekommen und gleich gefragt ob wir Hilfe benötigen.  Das Angebot haben wir dankbar angenommen.

– Ich bin jetzt übrigens verheiratet 😊 –. Spaß bei Seite,  ich hatte an diesem Tag ein weißes Kleid an, und der nette Helfer sagte spaßeshalber:  „Es sieht aus als hätten wir grade eine Strandhochzeit“. Er trug mich, mit dem weißen Kleid angezogen,  auf seinen Armen. Zurück später dann ging es auf die gleiche Weise.

Nachdem wir uns dann ein wenig die Stadt angesehen haben – es war eine große Erleichterung das ich auch mal ein Stück geschoben wurde 😊-  haben wir uns noch ein Eis gegönnt.

Mittwoch war dann der Tag der Bootstour. Auch hier gab es keine Probleme.  Ich hatte bei der Buchung gefragt,  ob die Tour für  Rollstuhlfahrer geeignet sei. Man sagte, es sei kein Problem 😊, und es war auch kein Problem. Ein Strandrollstuhl wurde geholt und ich zum Wasser gebracht. Das Boot lag etwas weiter im Wasser und wir wurden mit einem Schlauchboot in zwei Gruppen bis zum Boot gebracht. Ich wurde dann von zwei Herren ins Boot getragen. Einer hat sich dann neben mich gesetzt für die Fahrt. Wir saßen auf der Kante des Bootes und die Absturzgefahr für jemanden der sich nicht selber halten kann ist sehr hoch.  Mit Begleitung ging es dann los. Ich bin immer wieder erstaunt das man fast alles auch als Rollstuhlfahrer machen kann, man muss sich nur trauen 😊.

Es war eine wirklich schöne Tour und eine unglaublich schöne Landschaft,  die wir zu Gesicht bekommen haben.

Ich war so begeistert,  dass ich gleich am  nächsten Tag eine weitere Tour machen wollte. Diesmal aber mit dem Kajak,  damit man auch weiter in die Grotten hineinfahren kann. – Mal sehen wie es mir nach der Tour geht,  sie dauert ca. 3h.  Das wird eine ganz schöne Anstrengung aber ich freue mich sehr-

Für Katharina war es Mittwoch dann schon wieder der letzte Abend und ich habe sie Donnerstag früh zum Flughafen gebracht. Es war sehr schön ein bekanntes Gesicht um sich zu haben und ein bisschen zu quatschen. Es hat auch gut getan sich in Deutsch zu unterhalten und nicht auf immer nur in Englisch.  Obwohl ich inzwischen kaum noch Probleme habe,  mich auf Englisch zu unterhalten. Manchmal fehlen die Vokabeln aber man kann alles umschreiben 😊.

Heute ist aber dann auch mein letzter Abend in Lagos morgen früh geht es weiter 😊 und ich bin gespannt,  was mich noch alles erwartet und wo es mich hin verschlägt. Von meiner Kajak Tour berichte ich natürlich auch noch 😊.

 


9)

Meine Kajak Tour war der Hammer, richtig schön und sehr beeindruckend.

Ich hatte mich für die Tour telefonisch angemeldet und hatte vergessen zu fragen, ob ich als Rollstuhlfahrer überhaupt mitfahren kann – das passiert mir schonmal öfters –.

Ich weiß nicht, ob ich euch schon von Diana erzählt habe, aber ich glaube nicht. Diana und ich haben uns in meinem ersten Rollstuhlurlaub auf Fuerteventura kennengelernt und uns angefreundet. Sie ist wie ich und liebt das Meer 😊. Ich wusste auch das sie im letzten Jahr in Portugal gearbeitet hat, aber nicht wo. Als ich in Facebook geschrieben habe, dass ich in Lagos bin, kam von ihr die Frage: „Echt jetzt? Und wo genau bist du?“. Es hat sich herausgestellt, dass sie nur 4km vom mein Campingplatz entfernt wohnt und arbeitet. Wir haben uns natürlich verabredet und zwar für den Tag der Kajak Tour. Ich bin zu ihr gefahren und wir haben uns ein wenig unterhalten. Es kam uns so vor, als wäre der Urlaub in Fuerteventura schon ewig her, dabei war es gerade mal 1 ½ Jahre her. Diana war dann so nett und hat mich bis zum Treffpunkt der Kajak Toru gefahren. Sie ist dann auch noch eben mitgekommen, um zu schauen ob das auch alles klappt mit dem Rollstuhl, da die Veranstalter ja noch nichts von ihrem Glück wussten 😊. Es war aber alles kein Problem.

Ich wurde ins Kajak gehoben und mit dem Kajak ins Wasser gezogen und schon konnte es schon losgehen. Ich muss schon sagen: Am Tag zuvor hatte ich mit Katharina ja die Bootstour gemacht, aber die Kajak Tour war nochmal viel beeindruckender. Wir konnten in die Grotten hineinfahren und haben viel mehr gesehen. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Stopp am Strand gemacht. Der Tourguide fragte mich, ob mein Rollstuhl im Begleitboot wäre, ich war davon ausgegangen und habe ja gesagt. Der Rollstuhl war leider nicht im Boot. Ich habe dann gesagt, es ist kein Problem, ich kann auch im Kajak sitzen bleibe. Das kam aber scheinbar für Ihn nicht in Frage. Er hat mir am Strand aus Sand einen richtigen Sitz gebaut 😊. Er fragte mich dann noch, ob ich ein Handtuch hätte, aber ich hatte keins mitgenommen. Dann hat er einfach sein Handtuch auf den aus Sand gebauten Stuhl gelegt – ich war wirklich sehr beeindruckt das er das alles gemacht hat-. Natürlich hat er mich dann auch noch zum „Stuhl“ getragen und als ob das nicht schon alles genug war, gab es für mich auch noch ein Kitkat von ihm 😊.

Nach der Tour habe ich mich noch ein bisschen mit Ihm und seinen Kollegen unterhalten. Nachdem ich erzählt habe, dass ich den ganzen Weg von Deutschland bis nach Lagos alleine mit dem Auto gefahren bin, waren sie sehr erstaunt und hatten großen Respekt vor meiner Leistung. Als ich wieder von Diana abgeholt wurde, hat er mich noch gefragt ob er mich mal umarmen dürfte und mir alles Gute für die Weiterfahrt gewünscht. Ich habe mich dann für den tollen Tag und alles andere bedankt.

Mit Diana bin ich dann zum Surfhouse, in welchem sie arbeitet, gefahren. Man hatte mich vormittags eingeladen, am Abend mit ihnen zu essen. Es war sehr schön, ich habe ganz viele nette Menschen kennengelernt und hatte viel Spaß. Außerdem war das Essen so verdammt lecker, das hat richtig gutgetan. Schnell ging der Abend vorbei und ich bin zurück zum Campingplatz. Zuvor bin ich dann aber noch für den nächsten Tag zum BBQ im Surfhouse eingeladen worden.  Eigentlich hatte ich geplant am nächsten Tag weiter zu fahren. Ich wollte es mir überlegen und Bescheid geben.

Am nächsten Morgen habe ich dann ein bisschen verschlafen und auch getrödelt, naja somit war dann klar, dass ich nicht weiterfahre. Allerdings habe ich trotzdem ausgecheckt und mir mein Auto so eingerichtet, dass ich im Auto schlafen konnte. Jetzt hatte ich einen Tag Zeit zusätzlich und bin nach Sagres zum südwestlichsten Punkt Europas gefahren. Und es hat sich sowas von gelohnt, so was Schönes habe ich selten gesehen. Ich muss gestehen, ich war dann auch ein wenig waghalsig und bin ein Stück Schotterpiste gefahren. Der Weg war ein einigen Stellen recht schmal und es war sehr schwierig mit dem Rollstuhl. Aber das war mir egal, ich wollte unbedingt zum Aussichtspunkt und ich habe es dann auch geschafft und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. – Ich kann verstehen warum die Menschen früher gedacht haben, dass es das Ende der Welt ist. Es sieht an einigen Stellen wirklich so aus, als wäre es das Ende der welt-. Es gibt dort auch die „letzte Bockwurst vor Amerika“, die konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Nachdem ich alles gesehen hatte, habe ich mir einen Campingplatz gesucht, auf dem ich die eine Nacht bleiben konnte.

Am Abend ging es dann zum BBQ und es war wieder so lecker. Auch dieser Abend war wirklich wieder sehr schön und viel zu kurz. Ich musste leider recht früh aufbrechen, da die Schranken auf dem Campingplatz um 23 Uhr geschlossen wurden. – Ich habe es grade so noch geschafft 😊-.

Die Nacht im Auto war erstaunlich gut und ich war froh, dass ich am Morgen kein Zelt zusammenpacken musste, sondern einfach los fahren konnte.

 


10)

Ich habe die Zeit in Lagos sehr genossen aber nach 1 ½ Wochen war es für mich an der Zeit weiter zu fahren. So ging es jetzt wieder in Richtung Spanien, nach 5 Stunden Fahrt bin ich in Málaga angekommen.

Hier bleibe ich jetzt eine Nacht und morgen geht es weiter nach Valencia.

Málaga liegt am Mittelmeer und vom Campingplatz ist der Strand nur 700m entfernt. Bei knapp 40 Grad konnte ich es mir nicht nehmen lassen, diesen zu besichtigen. Erst habe ich gedacht: „oh ne, hier kommst du nie bis zum Wasser“. Es lagen weder Bretter noch Matten dort,  über die ich hätte bis zum Wasser fahren können. Aber: ich bin nur in die falsche Richtung an der Strandpromenade gefahren.

Es waren keine Matten und auch keine Bretter, aber ein ganzes Team von Menschen mit Strandrollstühlen. Ich musste mich nur anmelden und schon wurde mir geholfen. Ich wurde bis zum Wasser gebracht und auch wieder abgeholt, dann noch zum Abduschen und in die Sonne. „Rundum Service“ nenne ich das. Ich musste mich um nichts kümmern. Und was für ein Service 😊. Die Zwei die mir geholfen haben, hätte man nicht „von der Bettkante geschupst“ 😊. Ich habe mir kurz überlegt ob ich nicht doch länger bleibe 😊.

Ich scheine zudem eine magische Anziehungskraft auf spanische und portugiesische Männer zu haben. So viele Essens Einladungen wie in diesem Urlaub, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht bekommen. 😊 Und der Urlaub ist noch nicht vorbei.

Trotz allem geht es für mich Morgen weiter nach Valencia.


11)

In Valencia angekommen, oder eher gesagt ich der Nähe von Valencia, war ich froh, dass der Campingplatz noch viele Schattenplätze hatte. Ich habe mein Auto abgestellt, den Tisch aufgebaut und mir eine „5 Minuten Terrine“ gemacht 😊. Danach bin ich zum Strand gefahren. Diesmal habe ich auch recht schnell den Strandabschnitt mit den Strandrollstühlen gefunden. Leider war die rote Flagge gehisst und somit gab es auch keine Strandrollstühle. Naja, nicht so schlimm, dann gehst du zur Abkühlung in den Pool. Dumm gelaufen nur: Der Pool war nur über 5 Stufen zu erreichen. Es war aber so heiß, dass ich unbedingt eine Abkühlung brauchte. Ich bin dann kalt duschen gegangen und die Abkühlung war richtig gut.
Als ich zurück zum Auto kam, hatten neben mir neue Gäste geparkt. Es waren Deutsche, wir sind schnell ins Gespräch gekommen. Die Familie war so nett und hat gefragt, ob ich mit ihnen zu Abendbrot essen möchte. Da habe ich nicht nein gesagt, denn bei mir hätte sonst Dosenravioli auf dem Speiseplan gestanden – seit fast 3 Wochen jetzt mein Hauptnahrungsmittel- 😊. Nach dem Essen verging der Abend dann sehr schnell und nach einer Runde „Kniffel“ war es dann schon fast 2 Uhr.
Um 9 Uhr am Morgen war dann die Nacht zu Ende. Im Auto war es inzwischen so heiß, dass ich es nicht mehr aushalten konnte. Ich wollte mir noch Valencia anschauen und habe dann direkt alles zusammengepackt, mich noch verabschiedet und mich auf den Weg nach Valenica gemacht.
Die Fahrt durch die Stadt war ziemlich nervenaufreibend. Ich dachte, nachdem ich an dem ersten Kreisverkehr stand, welcher 4 Spuren hatte, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne. Falsch gedacht! Am nächsten Kreisverkehr habe ich sogar 6 Spuren gezählt. Die Spanier fahren ohne Blinker und ohne zu schauen, ich hatte ein bisschen Angst um mein Auto, aber ich habe es geschafft, ohne „Schäden“ durchzukommen. Ein Parkplatz war schnell gefunden – ich war sehr froh – und dann ging es in die Stadt schoppen 😊 und natürlich auch besichtigen. Aber bei 36 Grad ist so eine Stadtbesichtigung auch nicht so toll. Ich habe mir unter anderem den Markt mit der Markthalle angesehen. Das war schon sehr interessant und ich war beeindruckt wie groß die Halle und wie riesig das Angebot ist. Ein weiterer Vorteil der Markthalle war auch, es war nicht so heiß 😊.
Um 14 Uhr habe ich dann beschlossen, dass ich genug gesehen habe. An sich ging es in Valencia ganz gut mit dem Rollstuhl. Es war ebenerdig und keine größeren Steigungen, das kam meinen Armen grade recht 😊.
Die Fahrt aus der Stadt heraus war nicht besser und ich war unglaublich froh, als ich auf der Autobahn war. Ich hatte mich dazu entschlossen nur zwei Stunden zu fahren, so dass ich um 16 Uhr auf einem Campingplatz wäre. Es war recht schwer noch einen Platz zu bekommen. Schließlich habe ich doch noch einen Platz gefunden, auf dem ich eine Nacht bleiben konnte. Der Platz hat direkten Zugang zum Meer und ist ganz schön. Für eine Nacht vollkommen ausreichend.
Morgen geht es weiter nach Barcelona, mal sehen was mich da erwartet.

 


12)

Barcelona, die zweitgrößte Stadt Spaniens. Der Campingplatz, den ich mir ausgesucht hatte, liegt in einem Nationalpark in den Bergen. Im ADAC Campingführer stand, dass es von dort eine gute Busanbindung nach Barcelona gibt –. Ich wollte nicht noch einmal mit meinem Auto in eine spanische Großstadt fahren, – daher kam mir die Busanbindung ganz gelegen 😊. Der Platz war sehr familiär und klein, das mag ich gerne. Und vor allem war er sauber.

Die Fahrt nach Barcelona habe ich als sehr anstrengend empfunden. Normalerweise fahre ich gerne Auto und bei einem Hörbuch oder guter Musik geht die Zeit auch schnell vorbei. Diese Fahrt war nicht lange, nur ca. 3 Stunden. Trotzdem war ich sehr erschöpft und froh, als ich dann meinen Schlafplatz eingerichtet hatte. Ich habe mich tatsächlich eine Weile hingelegt und ausgeruht. Und ich muss gestehen, dass ich mein Zelt nicht mehr aufbaue, ich bin zu faul geworden 😊. Aber keine Sorge, ich schlafe nicht unter freiem Himmel. Seit meiner ersten Nacht im Auto, habe ich mir jetzt alles so zurechtgemacht, dass mein Auto fast wie ein kleiner Camper ist. Das gefällt mir sehr gut 😊 –. Mein nächstes Projekt wird daher, wenn ich zuhause bin, mein Auto ein bisschen umzubauen. Gute Ideen und eine gewisse Vorstellung wie es aussehen soll habe ich schon. Mal sehen wie es dann tatsächlich ausschaut.

Nach meiner Ruhepause habe ich mir dann überlegt, was ich am nächsten Tag in Barcelona besichtige. Von der Familie, die ich in Valencia getroffen habe, habe ich den Tipp bekommen, dass es Busrundfahrten gibt. Ein Anbieter bietet drei verschiedene Routen an, man muss aber nur ein Ticket kaufen und kann beliebig oft ein- und wieder aussteigen. Zwischen den Routen kann man wechseln, wie man möchte. Normalerweise bin ich eher der Typ, der alles zu Fuß erkundet oder zwischenzeitlich dann ein Stück mit einem öffentlichen Bus fährt. Diesmal habe ich mir das Leben aber leicht gemacht-.

Ein vergünstigtes Tagesticket kostet 25 Euro. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, ob das nicht rausgeschmissenes Geld ist, aber keinesfalls, es hat sich gelohnt. Alle Busse waren mit automatischen Rampen ausgestattet, so ging das Ein- und Austeigen sehr zügig. Leider gibt es immer einen Nachteil, man kann bei den Doppeldeckern nicht nach oben. Aber unten war es schön klimatisiert und gut auszuhalten – zum Glück hatte ich einen Sonnentag erwischt –. Los ging es also zunächst mit dem Bus nach Barcelona. Die Fahrt hat ca. 30 min gedauert. Die Haltestelle in Barcelona und die Information an welcher die Bustickets für die Rundfahrten verkauft wurden, sind nur wenige 100 m auseinander. Mit dem Stadtplan und dem Busticket ausgestattet ging es dann los, wie ein typisch deutscher Tourist😊 -nein ganz so schlimm sah ich nicht aus, ich hatte keine Sandalen mit weißen Socken an 😊-.

In der Hauptsaison kommen die Busse im „5 min Takt“ und man muss nicht warten – ich zumindest nicht, da unten im Bus immer alles frei war. Wer nach oben wollte, musste schon warten.

Wie schon öfter erwähnt, bin ich kein Stadtmensch. Ich genieße gerne meine Ruhe, mit einem Buch irgendwo am Strand. Gelegentliche „Abenteuerausflüge“ an Orte, an denen man die Natur hautnah miterleben und die Schönheit bewundern kann. Aber naja, auch gewisse Städte sollten mal gesehen werden und Barcelona gehört zu einer dieser Städte. Ich war selten so begeistert von einer Stadt, wie von Barcelona.

Kurz zwischendurch: auf meiner Reise habe ich viele Menschen getroffen. Alle haben mich gefragt: „Woher kommst du?“. Ich habe dann immer: „aus der Nähe von Köln“ gesagt, – es stimmt nicht ganz, aber mit Köln können viele etwas anfangen –. Viele glauben nicht, dass ich aus Deutschland komme. Ich wurde auch immer zuerst auf Spanisch angesprochen. Scheinbar habe ich etwas Spanisches an mir 😊. Viele haben dann gesagt, Köln ist eine schöne Stadt und ich habe mir nur so gedacht „neeee“ überhaupt nicht 😊.

Naja, ich finde Barcelona ist eine wirklich sehenswerte Stadt. Die Architektur der Gebäude von Gaudi ist sehr beeindruckend und diese Architektur zieht sich durch die ganze Stadt. Auch sonst hatte die Stadt das gewisse Etwas, welches man nicht beschreiben kann, welches aber da ist und einen dazu verleitet die Stadt schön zu finden.

Eingestiegen bin ich zuerst in die blaue Route. Daneben gibt es noch eine Rote und eine Grüne. Die blaue und die rote Route dauern ca. 2 Stunden, sofern man sie an einem Stück fährt. Die Grüne ca. 40 min. Man ist also eine ganze Zeit beschäftigt, selbst wenn man nur im Bus sitzt, was natürlich keiner macht, so auch ich nicht. Ich bin ständig ein- und ausgestiegen und dann umgestiegen auf eine andere Route, es hat alles ohne Probleme geklappt. An der Station „Park Güell“ bin ich auch ausgestiegen. Ich habe mir so gedacht, ein Park – oh schön, den musst du besichtigen 😊. Es war „mein Tod“ 😊. Der Park liegt auf einem Berg – dumm gelaufen, mal wieder – das erste Stück war so steil; ich hatte keine Chance das alleine zu bewältigen. Ich hatte dann aber Glück, es fragte sofort jemand, ob er mir helfen sollte – der Arme hat nicht gewusst, dass er, wenn er oben ankommt, ein komplettes Fitness-Programm hinter sich hat 😊- Nachdem das Stück geschafft war, habe ich mich bedankt und gesagt ab hier würde ich es schaffen – schon wieder eine dumme Idee. Es sah so aus, als würde es jetzt nicht mehr viel bergauf gehen, also bin ich losgerollt und der Berg nahm kein Ende. Es ging immer weiter bergauf und es wurde immer steiler. Ich wurde immer müder. Aber da bin ich hartnäckig, ich wollte nach oben und zwar ganz nach oben. Nach einer Trinkpause ging es weiter und es wurde wieder steiler, so steil das ich meine Tasche schon nach vorne nehmen musste damit ich nicht nach hinten umkippe. Dumm nur, dass es dann noch steiler bergan ging. Meine einzige Möglichkeit war, es rückwärts zu versuchen, also die Tasche wieder hinten an den Rollstuhl und umdrehen. Weiter ging es, noch ein Stück rückwärts und ich habe mir nur so gedacht: „Wie blöd bist du eigentlich, dass du dir das antust?“ 😊 sehr blöd 😊. Für das letzte Stück habe ich nochmal Hilfe bekommen und dann war es geschafft! Der Blick über Barcelona war es wert. Obwohl ich, als ich dann endlich oben war, zuerst den Blick nicht genießen konnte. Ich war zu sehr damit beschäftigt nicht vor Erschöpfung aus meinem Rollstuhl zu fallen. Bergab habe ich dann wie immer gekegelt: Vollgas und was nicht schnell genug aus dem Weg war wird umgefahren 😊. „Ne“ natürlich nicht. Obwohl es manchmal dazu verleitet 😊. Unten war ich also wieder schnell und ich war sehr froh als ich im Bus saß und eine Kleinigkeit essen konnte. Am Ende des Tages hatte ich die rote und blaue Tour komplett, die grüne Tour habe ich nicht mehr geschafft. Das war aber nicht weiter schlimm, diese fand ich sowieso nicht so interessant.

Ach ja, ich bin natürlich noch an vielen weiteren Orten ausgestiegen. Einer z. B. war ein weiterer Aussichtspunkt auf einem Berg. Hier gab es eine Seilbahn 😊, das war sehr viel gemütlicher und gar nicht anstrengend 😊.

Barcelona ist keine Stadt für einen Tag. Man sollte viel mehr Zeit einplanen und eigentlich hatte ich einen zweiten Tag geplant. Aber Pläne ändern sich. Es hatte die ganze Nacht geregnet und am Morgen waren dann auch noch meine Sachen und mein Rollstuhl der natürlich in der Nacht vor dem Auto steht, komplett durchnässt. Außerdem hatte ich keine Lust bei Regen die Stadt zu besichtigen. Ich habe mich dazu entschlossen einzupacken und weiter zu fahren. Doch ich werde mit großer Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt nochmal nach Barcelona kommen. Dann auch für Regen ausgerüstet 😊

Meine Weiterfahrt hat mich wieder nach Frankreich gebracht. Nach langem Suchen habe ich noch einen Campingplatz gefunden und genieße jetzt hier zwei Tage Sonne und Meer bevor es weiter in Richtung Monaco geht. Dann weiter nach Italien. Da ich leider auch nicht ewig Urlaub habe, geht es über Österreich zurück nach Deutschland. Aber bis es soweit ist, habe ich noch 2 ½ Wochen Zeit. Ich werde bestimmt noch viel sehen und viel zu berichten haben. Also freut euch auf weitere Storys über meine dummen Ideen und über die Orte die ich noch besichtigen werde.

PS: Manchmal ist es schwierig mit dem Internet. Daher kann es schon mal zwei, drei Tage dauern bis ich meine Beiträge und die Bilder dazu hochladen kann.


13)

Eigentlich wollte ich mich zwei Tage ausruhen, die Sonne und das Meer genießen, um dann fit wieder durchstarten zu können. Ausruhen gibt es bei mir nicht!!!! Am ersten Tag hat das mit dem Ausruhen noch ganz gut geklappt, nur dumm, dass ich eine feiernde Jugendgruppe auf dem Platz neben mir hatte. Somit war nicht viel mit schlafen in der Nacht :/ Und ich sag euch wenn ich meinen Schlaf nicht bekomme werde ich zur Diva 😊. Naja habe ich mir gedacht es kann nur besser werden. – Bei meinem Chef hing immer ein Schild auf dem stand drauf: „Bleibe glücklich, bleibe froh, denn es könnte schlimmer kommen. Wir waren glücklich und waren froh und es kam schlimmer: so auch bei mir-
Ich hatte am Abend zuvor noch stolz zu meiner Mutter gesagt, dass ich noch kein Ungeziefer-Problem im Auto hätte, da ich keine angebrochenen Lebensmittel im Auto hätte. Als ich dann am Morgen, nach einer weiteren schlaflosen Nacht, die Autotür geöffnet habe um die Sonne rein zu lassen, bin ich vor Schreck beinahe von meiner Liege gefallen. Ich hatte das ganze Auto voller Ameisen – Ich finde Ameisen schlimmer als Spinnen. Der Grund ist, dass es meistens nur eine Spinne ist oder auch mal zwei, aber kein ganzer Haufen – und kein Witz ich hatte eine ganze Ameisenstraße in meinem Auto. Bei mir fing es überall an zu kribbeln, als würden die Ameisen auf meinem ganzen Körper rumkriechen, ich weiß das ist bescheuert aber das bin ich auch 😊.
Also hieß es Planänderung, einmal Auto komplett leerräumen und putzen. Ich habe jede kleine Stelle geputzt und sogar die Fußmatten alle ausgewaschen – in meinem Auto kann man jetzt operieren -. Das Ganze hat mich ca. 3 Stunden gekostet. Damit war mein Plan, an diesem Tag nach Monaco zu fahren dahin. Trotzdem wollte ich weiter, also bin ich ins Auto und einfach losgefahren. Ich hatte mir einen Campingplatz vor Nizza ausgesucht und gedacht, wenn du keine Lust hast bis da zu fahren stoppst du halt vorher.
Kaum im Auto habe ich bemerkt das ich tanken muss. Naja, eigentlich ja kein Problem, habe ich mir gedacht, also bin ich auf die nächste Raststätte und wollte tanken – meine Betonung liegt auf wollte 😊-. Ich stehe an der Tanksäule und dann steht da: „Nur mit Karte.“. Das ist doch nicht euer Ernst, habe ich gedacht. Zur Sicherheit habe ich den Mann vor mir gefragt. Er sagte, an dieser Tankstelle kann man nur mit Kreditkarte zahlen, dumm nur, dass ich keine habe. Jetzt war meine Laune auf dem Tiefpunkt angelangt. Da die Internetverbindung nicht wirklich funktioniert hat, habe ich zuhause angerufen und gefragt wie weit es laut Google zur nächsten Tankstelle ist. Aber das war nicht so leicht rauszufinden. Von daher bin ich dann einfach ins Auto und weitergefahren, ein bisschen Sprit hatte ich ja noch. Nach der Auffahrt auf die Autobahn stand ich dann im Stau, aber dank den „Navis“ ist ja schnell eine Umleitung gefunden und dann kam auch eine Tankstelle. Das hat mich dann wieder ein bisschen entspannt, als der Tank voll war.
Ich bin dann doch noch bis zu dem von mir ausgesuchten Campingplatz gekommen. Obwohl dort eigentlich kein Platz mehr frei war, haben sie für mein Auto noch eine Stelle gefunden – ich war so dankbar-. Als ich alles zurechtgemacht hatte, habe ich mich vor mein Auto in die Sonne gesetzt und drei Mal dürft ihr raten, was unter meinem Auto war 😊 ja genau, ein ganzes Ameisen Dorf 😊.
Ich habe mir nur gedacht „Sch… drauf“ 😊, in dein Auto kommt jetzt eh keine Ameise mehr, da stinkt es wie in einer Chemie Fabrik – und bisher habe ich auch keine Ameise im Auto gehabt 😊-
Jetzt also bin ich in der Nähe von Nizza und diesmal habe ich wirklich meine zwei Tage Pause gemacht. Die habe ich sehr genossen, ohne Ameisen im Auto und mit viel Ruhe auf dem Platz, konnte ich sehr gut schlafen und schon war meine gute Laune zurück 😊
Der Platz liegt neben einem Rummel. Dahinter gibt es verschiedene Parks, einen Aqua Park mit ganz vielen Rutschen und einen Park der so ähnlich ist wie das „Sealife“. dann noch einen Golfpark und ein Kinder Land. Eigentlich wollte ich mir die Anlage nur von außen ansehen, aber ich bin dann doch in das „Sealife“ gegangen – gerne auch in den Aqua Park, aber da hätte ich eh nichts machen können. Die Rutschen sind nur über Treppen zu erreichen -. Das „Sealife“ war sehr interessant und hatte auch einen Pool in welchem man direkt neben Delfinen schwimmen konnte, getrennt nur durch eine Glasscheibe. Das war schon ganz schön cool. So ging der Tag sehr schnell vorbei und ich habe mich sehr gut erholt.
Morgen geht es dann weiter nach Italien. Mit einem Campingplatzinhaber in Monaco habe ich zuvor telefoniert, da dieser sehr klein ist, es gibt nur 28 Stellplätze, habe ich vorher angerufen und leider hatten sie keinen Platz mehr frei. Daher mache ich Monaco ein andermal. Morgen fahre ich dann direkt bis nach Italien. Ich finde es so unglaublich, dass morgen auch schon meine 4. Woche um ist. Am liebsten würde ich noch ewig weiterreisen und die ganze Welt sehen 😊. Aber zwischendurch muss man ja ein bisschen Geld in den Geldbeutel füllen, damit man ohne Sorgen reisen kann.
Also wie gesagt morgen geht es ab nach Italien, da wo ich hinfahre soll es sehr schön sein. Den Tipp habe ich von einer Italienerin bekommen 😊.


14)

Ich hatte einen sehr schönen Campingplatz in der Nähe von Nizza. Die Besitzer des Platzes waren außerordentlich freundlich. Sie hatten grade erst einen Hundewelpen bekommen, der mich total an Rocky erinnert hat. Es war zwar eine „sie“ aber sie hatte die gleichen Färbungen wie Rocky. Obwohl ich meinen Urlaub sehr genieße, fehlt mir Rocky ganz schön und ich freue mich, wenn ich ihn dann wieder knuddeln kann. Bei der nächsten Reise kommt er auf jeden Fall mit, solange möchte ich nicht mehr ohne ihn Urlaub machen.

Fest steht auch, dass ich direkt im Abschluss an meine Reise die Caravan-Messe in Düsseldorf besuche, um mir ein paar Ideen für meinen Umbau zu holen.

Naja, zurück zum Campingplatz. Es war wie gesagt sehr schön, aber nach zwei Nächten spüre ich wieder „die Hummeln in meinem Hintern“, die mich auffordern weiter zu fahren 😊. Und weiter ging es dann auch.

Laut Navi sollte die Fahrt ca. 4 Stunden dauern. Also hatte ich mich darauf eingestellt so gegen 14 Uhr am Campingplatz in Italien anzukommen. Aus den 4 Stunden sind 6 Stunden geworden, da meine Route über einige Bergstraßen und durch viele kleine Städte führte. Außerdem war einiges los und ganz ehrlich, bei manchen Straßen, wo das Navi angibt, dass man 90 fahren darf, hatte ich schon „Schiss“ mit 60 zu fahren 😊. Aber die Aussicht, die sich mir geboten hat, als ich durch die Berge gefahren bin war unbeschreiblich. Es hat sich allein schon deswegen gelohnt, die 6 Stunden auf sich zu nehmen.

Italien war ja zu Beginn meiner Reise nicht geplant. Eigentlich wollte ich bis an die Algarve und dann zurück. Während der Reise habe ich mich entschlossen, über Italien zurück zur fahren. Ich war zuvor noch nie in Italien und was ich bisher gesehen habe, ist sehr sehenswert und schön.

Auf dem Campingplatz kam ich also etwas später an als geplant. Das war aber gut. Wie sich herausgestellt hat, gibt es dort nämlich eine Mittagspause. Wäre ich früher angekommen, hätte ich noch warten müssen, bevor ich einchecken konnte. Ein schöner Schattenplatz war schnell gefunden, der Strand war gut zu Fuß zu erreichen. Ich habe dann an der Rezeption gefragt, welches denn der beste Weg ist. Man sagte: „Du musst wahrscheinlich ein Stück über die Hauptstraße. Der Durchgang von unserem Platz aus ist mit zwei oder drei Stufen“. Es waren nicht nur zwei oder drei Stufen, nein es waren bestimmt zehn, wenn nicht noch mehr. Bevor ich aber sagen konnte: „Oh da nehme ich doch besser den Weg über die Hauptstraße“, hatte sich schon jemand angeboten mich zu tragen. Das war sehr freundlich, aber keine Dauerlösung. Daher habe ich mir für den Rückweg auch den anderen Weg beschreiben lassen.

Ich habe mir ein wenig die Strandpromenade angesehen und mir dann einen Ort gesucht, an dem ich nahe ans Wasser komme. Das war gar nicht so leicht, da die Menschen so eng aneinander lagen, wie die Sardinen in der Dose. Davon bin ich gar kein Fan. Ein bisschen Platz zwischen mir und anderen Badegästen muss schon sein 😊. Also bin ich weitergefahren und siehe da, ist der Weg ein Stück länger, desto weniger Menschen. Es war ein Steinstrand. Das mag ich ganz gerne, so hängt der Sand nicht immer überall, wenn ich auf meinem Hinterteil zum Strand und wieder zurück rutsche. An diesem Strandabschnitt konnte ich auch mit meinem Rollstuhl bis ans Wasser fahren. Man konnte über die Steine ganz gut rollen 😊. Nach der Abkühlung war mir nach Essen zumute und natürlich muss ich dann, wenn ich schon in Italien bin, richtige Pasta essen. Ich habe noch nie, wirklich noch nie, so leckere Ravioli gegessen. Ich hätte mich „da reinsetzen können“ 😊. Als die Ravioli serviert wurden, habe ich gedacht: „Um Gottes willen, wie soll ich das aufbekommen?“ 😊. Es war schneller weg, als ich gucken konnte 😊 – jetzt werde ich nie wieder Ravioli aus der Dose essen können –.

Für den nächsten Tag habe ich mir tatsächlich mal nichts vorgenommen und wollte einfach einen Tag am Strand verbringen 😊.  Nach einem relativ späten Frühstück ging es auf zum Strand. Ausgestattet mit meinem Buch und Sonnencreme 😊. Dumm nur, dass es das einzige war, was ich mitgenommen hatte.

Die Zeit verflog sehr schnell, ich bin ins Wasser, dann habe ich mich gesonnt und dann etwas gelesen. Wieder ins Wasser und so weiter, bis ich irgendwann ein bisschen müde wurde und mir gedacht habe jetzt wir es auch mal Zeit etwas zu essen. Ich hatte nicht erwartet, dass es schon 6 Uhr abends ist. Als mir auf dem Weg zurück zum Campingplatz ganz schwindelig geworden ist, ist mir erst aufgefallen, dass ich den ganzen Tag nichts getrunken hatte – keine gute Idee-. Auf dem Campingplatz war es dann das Erste, was ich getan habe, Wasser trinken. Ich trinke nie Wasser, aber das war besser in der Situation. Es war schon zu spät, ich habe mir einen leichten Sonnenstich geholt – Anfängerfehler, typisch Tourist 😊 –. Ich habe mich dann hingelegt und bin sofort eingeschlafen. Als ich wach geworden bin, ging es einigermaßen. Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich so am nächsten Tag nicht weiterfahren konnte. Nach einer Stärkung mit Suppe, habe ich mich wieder in „die Waagerechte“ gelegt 😊. Die Nacht war kein Brüller, aber am nächsten Morgen war ich fit genug um weiter zu fahren. Aber keine Sorge es geht mir gut 😊

Nach 4 Stunden Fahrt bin ich jetzt nur ca. 200 km weiter als gestern. Aber ich bin wieder durch die Berge gefahren und auch das war wieder sehr beeindruckend zu sehen 😊. Morgen mache ich nochmal einen Tag ruhig und dieses Mal nehme ich zu trinken und zu essen mit 😊. Dann geht es ab nach Venedig. Ich freue mich schon sehr darauf, Venedig wollte ich schon lange mal sehen. Für Venedig sind auch zwei Tage eingeplant. Ich hoffe es kommt mir kein Regen dazwischen wie in Barcelona 😊


15) 

Die Fahrt nach Venedig war lang aber nicht so anstrengend. Anfangs habe ich gedacht ich würde nie ankommen. Es ging wieder durch die Berge und die Kilometer zählten einfach nicht runter, es wurde und wurde nicht weniger und meine Ankunftszeit auf dem Navi wurde immer später. Ich habe schon überlegt, ob ich noch einen Zwischenstopp machen soll und erst am nächsten Tag weiterfahren sollte. Das hat sich aber dann erledigt. Als ich die Berge hinter mir gelassen hatte regulierte sich alles wieder und nach ein paar Stunden Fahrt zeigte das Navi sogar an, dass ich eher ankommen würde als geplant 😊 – ich bin nicht gerast 😊-. Am Campinplatz angekommen hatte ich Sorge, dass dieser womöglich voll belegt ist und ich besser vorher nachgefragt hätte. Aber jetzt war es eh´ zu spät und Glück hatte ich auch, es war noch genügend Platz 😊. Der Platz ist sehr schön und er wirbt damit, dass er der nächstgelegene zu Venedig ist. Ob das stimmt kann ich nicht sagen, aber es ist wirklich kein Aufwand um nach Venedig zu kommen. Vom Campingplatz gibt es einen Shuttelbus, der direkt zu den Booten für die Überfahrt fährt. Der Shuttel ist kostenlos, man muss lediglich eine Karte für die Überfahrt kaufen. Diese dauert ca. 25 min, gefühlt geht es aber schneller.  Und wenn man die Fähre verlässt, dann ist man in Venedig – also wie gesagt kein großer Aufwand -. Obwohl der Shuttel kostenlos ist, bin ich lieber gerollt. Ich meine, 800 m kann man locker auch ohne Bus zurücklegen 😊.

Ich hatte mir für Venedig an meinen Rollstuhl extra das große Vorderrad montiert, da ich dachte, dass bestimmt wieder viel Kopfsteinpflaster zu fahren ist. Dem war aber nicht so und ich habe schon nach wenigen Metern das Rad wieder abgenommen, weil es bei den vielen Menschen und engen Wegen eher gestört als geholfen hat. Ich bin gut zurechtgekommen, hatte keine Probleme mit dem Fahren, das ging alles wirklich gut. Doof war nur, dass die ganzen Brücken, die Kleinen, die innenliegend sind, Stufen haben. Bei den großen Brücken, am äußeren Rand von Venedig, gab es immer eine Rampe, so dass ich diese problemlos überwinden konnte. Das bedeutete jetzt viel Fahrerei. Ich bin immer über eine große Brücke, dann ins Innere von Venedig, habe mir dort alles angesehen, bis ich nicht weiterkonnte. Dann bin ich zurück nach außen, habe eine weitere Brücke überwunden und dann wieder ins Innere von Venedig gefahren. So habe ich das dann den ganzen Tag gemacht, bis ich keine Lust mehr hatte. Dann zurück zum Bootsanleger und zurück zum Campingplatz. Morgen besichtige dich die andere Seite von Venedig auf die gleiche Weise, welche ich heute nicht mehr geschafft habe.

Ich bin bisher sehr begeistert von Venedig. Ich wollte schon länger nach Venedig, hatte aber von einigen gehört, dass es dort stinkt. Einige hörten sich nicht so begeistert an, andere wiederum waren sehr begeistert, daher wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich kann schonmal sagen, dass es nicht gestunken hat (es kann aber durchaus sein das es in Venedig mal nicht so berauschend riecht). Ich mag es wenn Städte noch in ihrem ursprünglichen Zustand belassen worden und keine neuartigen kunstvollen Gebäude oder ähnliches das Stadtbild verändern. Ich sage nicht, dass ich neue Gebäude nicht schön finde, ich mag nur nicht wenn sie am falschen Platz gebaut werden. Natürlich müssen auch in Venedig gelegentlich einige Bauwerke erneuert werden, das bringt die Zeit nun mal mit und auch die Tatsache das Venedig im Wasser gebaut ist. Aber die werden nur repariert und nicht verändert – so habe ich es zumindest empfunden -. Also Venedig ist eine Stadt, welche man mal gesehen haben sollte. Schade nur, dass es von Menschen nur so wimmelt. Aber ich darf mich ja nicht beschweren, ich bin ja auch einer der Touristen 😊. Es gibt aber auch Ecken, wo nicht so viele Touristen sind. Diese fand ich persönlich sehr viel angenehmer, hier konnte man sich die Stadt in Ruhe richtig anschauen.

Ach ja, ich habe einen unglaublich guten Burger gegessen 😊. Ich wollte mal was anderes essen, als Nudeln. Klar das Nudeln und Pizza in Italien „das Essen“ sind, aber die Italiener können auch was anderes kochen 😊. Der Burger war nicht wie bei uns. Er hatte keine Tomaten oder Gurken oder Zwiebeln, natürlich aber Fleisch 😊 und auch Brot. Das Brot war mit einer Basilikum-Soße bestrichen. Ich war sehr skeptisch, aber es hat sich gelohnt den Burger zu probieren 😊 – leider hat sich das auch im Preis gezeigt 😊-, aber man ist ja nicht alle Tage im Urlaub. Ich bin sehr gespannt was mich morgen erwartet anders als meine ursprünglich geplanten zwei Tage, bleibe ich noch einen Dritten. Das zeigt schon wie gut es mir gefällt. Bisher bin ich nur an einem anderen Ort länger als zwei Tage geblieben. 😊


16) 

Venedig die Zweite 😊

Man kann in Venedig auch als Rollstuhlfahrer zurechtkommen. Es ist nur wirklich ziemlich blöd mit den ganzen Brücken die Stufen haben. Daher ist es um einiges angenehmer, wenn man mit Begleitung unterwegs ist. Es gibt auch die Möglichkeit – das habe ich an meinem zweiten Tag in Venedig gesehen – mit dem Wassertaxi zu fahren, welches einen zu den Sehenswürdigkeiten bringt. Die Wassertaxis sind alle für Rollstuhlfahrer geeignet und daher ist das eine gute und angenehme Alternative, wenn man keine Lust hat, immer zu schauen und zu suchen an welchen Stellen man fahren kann, ohne dass man vor Stufen steht.

An meinem zweiten Tag in Venedig war ich nicht alleine. Ich habe einen Bekannten und seinen Bruder getroffen. Sie waren mit der Aida unterwegs und hatten einen Stopp in Venedig. Es war sehr schön sie zu treffen, vor allem war es um einiges einfacher jetzt in Venedig klar zu kommen. Wir sind dann ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben uns noch eine sehr berühmte Brücke von Venedig angesehen, die ich mir ohne die Zwei nie hätte ansehen können. Leider hatten sie nur wenige Stunden Aufenthalt, da es ihr letzter Tag war und sie um 13 Uhr wieder an Bord sein mussten. Trotzdem war es ein schöner Vormittag und ich muss auch sagen, ich war ziemlich müde und kaputt an diesem Tag, sodass ich auch nicht mehr lange durch Venedig gelaufen bin. Ich habe dann noch was gegessen und die nächste Fähre zurück zum Campingplatz genommen. Dort habe ich mich dann an den Pool gelegt, Musik gehört und gelesen.

Der Montag war eigentlich mein Abreisetag aber wie gesagt, nur eigentlich, ich habe dann noch um einen Tag verlängert. Ich fand es dort so schön und ich wusste, sobald ich in Venedig losfahren würde, wird es mein Heimweg sein. Ich wollte noch nicht in Richtung Heimat, also habe ich kurzerhand noch einen Tag drangehangen. Zuerst habe ich mir gedacht, dass ich den Tag entspanne und nichts unternehme – aber wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, ist das nicht so meine Stärke 😊. Ich habe am Morgen mit meinen Nachbarn ein bisschen gequatscht und die hatten in der Stadt (nicht Venedig) eine Sache gekauft, die das perfekte Mitbringsel für meine Brüder wäre. Ich habe sie dann gefragt, wie weit es ca. zu fahren ist. Ca. 10 min mit dem Auto. Ich habe noch gefragt, ob sie glauben, dass es mit dem Rollstuhl zu schaffen ist. Sie meinten: eher nicht. Laut „Google“ waren es ca. 5 km. Ich war mir nicht sicher ob ich mir das bei 30 Grad antun sollte, also habe ich erstmal ein bisschen mit einer Freundin telefoniert. Währenddessen aber schon entschieden, dass ich mich doch auf den Weg mache, mal schauen, wie weit ich komme.

Also habe ich mir genug Wasser und ein bisschen zu essen eingepackt, die Handschuhe angezogen, Musik angemacht, die Stöpsel in die Ohren und dann ging es los. Ich bin dann einmal falsch abgebogen. Das habe ich aber relativ schnell gemerkt und schnell wieder auf den richtigen Weg gefunden. Ich habe es tatsächlich ohne Pause bis zu Geschäft geschafft 😊. Ich war sehr stolz auf mich und zur Belohnung dafür, dass ich das so gut geschafft habe, habe ich mir auch eine Kleinigkeit gekauft 😊, die mich aus dem Schaufenster angelacht hat 😊. Nach der kleinen Shoppingtour habe ich eine kurze Pause eingelegt, etwas gegessen und getrunken und mir dann überlegt, dass ich einen kleinen Umweg und noch ans Meer fahren könnte. Also war das beschlossen, nach der Pause wieder die Handschuhe an – die sind inzwischen ziemlich hinüber und ich habe mir im Urlaub schon einmal neue gekauft 😊-. Mit Musik im Ohr ist es immer so, dass die Zeit schneller vorbeigeht und es fällt gar nicht so auf, wie weit man unterwegs ist.

Der Umweg ans Meer hat sich gelohnt, es war ein wirklich schöner Ausblick. Ich bin noch ein bisschen dortgeblieben und habe mich gesonnt und den Ausblick genossen. Ich habe dort auch meine Nachbarn wiedergetroffen, die es nicht glauben konnten, dass ich den Weg tatsächlich gerollt bin 😊. Sie haben mir noch angeboten, die eingekauften Sachen mit zum Platz zu nehmen, da sie ja mit dem Bus zurückfahren würden. Ich fand das Angebot sehr nett, habe aber abgelehnt da ich auch mein Essen und Trinken in der Tasche hatte. Ich wollte noch ein wenig essen, bevor ich mich auf den Rückweg gemacht habe.

Zurück am Platz hatte ich 10,6 km gefahren und ich war nicht so erschöpft, wie ich gedacht habe. Ich glaube, ich habe in den letzten 5 Wochen schon so einiges an Muskeln trainiert, so dass es für mich jetzt nicht mehr so anstrengend ist und die Strecke war ja auch flach, da konnte ich schön rollen 😊.

So war der Tag auch wieder schnell vorbei und mir war klar, dass ich nicht noch einen Tag dranhängen konnte, also habe ich am nächsten Tag meine Sachen gepackt, ausgecheckt und bin in Richtung Gardasee gefahren.


17)

Am Gardasee angekommen bin ich doch wirklich an meinem Campingplatz vorbeigefahren. Ich war aber dann zu faul umzudrehen und habe einfach in der Hoffnung das der Nächste auch Rollstuhl geeignete Sanitäranlagen hat, bei dem nächsten angehalten. Und ich hatte Glück, es gab noch freie Plätze und es gab Rollstuhl geeignete Anlagen.

Im Nachhinein war es sehr gut, dass sich meinen ursprünglichen Platz verpasst habe. Ein bisschen blöd war, dass die Stellplätze keinen Schatten hatten. Aber okay, damit muss man halt leben.

Wie ich es eigentlich immer mache, erkunde ich zuerst den Platz, nachdem ich angekommen bin. Dabei habe ich auch ein Wohnmobil gesehen, welches für Rollstuhlfahrer umgebaut worden war. Ich war ziemlich fasziniert davon und hätte es mir gerne angesehen, aber es war niemand „zuhause“.  Nach meiner Erkundungstour bin ich an den Gardasee gefahren. Der Campingplatz schloss zwar direkt an diesen an, doch es ging ziemlich steil bergab. Wie schon gesagt, ist bergab immer erst dann ein Problem, wenn es so steil ist das ich vorne rausrutsche. So steil war es noch nicht, also habe ich wieder Bowling gespielt und alles abgeräumt was mir im Weg stand 😊

Der Zugang zum See ist nicht perfekt gewesen, ich musste ziemlich hantieren, bis ich ans Wasser gekommen bin. Noch ein bisschen blöder war, dass es an der Stelle, wo ich es zum Wasser geschafft habe, bestimmt 30 m erstmal ganz flach war. Diese 30 m musste ich noch auf meinem Hinterteil rutschen, ehe es dann so tief wurde, dass ich schwimmen konnte. Ich war aber von der ganzen Anstrengung so müde, dass ich nicht mehr viel Kraft zum Schwimmen hatte. Ich habe mich dann noch ein bisschen gesonnt. Ich bin überhaupt kein Fan davon in den Pool zu gehen, wenn in der Nähe ein See oder das Meer ist, aber ich habe mir diesmal gedacht, dass der Pool die einfachere Variante für eine Abkühlung ist. Also habe ich meine sieben Sachen gepackt und mich auf in Richtung Pool aufgemacht. Logisch aber, dass ich jetzt erst wieder da hochmusste, wo ich zuvor runtergefahren bin. Als ich ein Stück geschafft hatte und um eine Ecke gebogen bin, stand dort eine weitere Rollstuhlfahrerin und sie hatte ein elektrisches „Zuggerät“. Sie hat mir dann gleich angeboten, mich mitzunehmen. Das Angebot habe ich natürlich nicht abgelehnt und mich bei ihr drangehangen. Ohne Probleme ging es so den Berg hinauf. Wir haben ein bisschen Smalltalk gehalten und ich habe gefragt, ob sie diejenigen wären, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Sie bejahte das und im gleichen Moment waren wir schon am Pool angelangt. Ich habe mich bedankt und verabschiedet.

Nach der Abkühlung im Pool konnte ich es mir nicht nehmen lassen nochmal zu dem Wohnmobil zu fahren und zu schauen ob jetzt jemand da ist. Und ich hatte Glück, wir kamen ins Gespräch und ich durfte mir das Wohnmobil von innen ansehen. Ich war sehr beeindruckt. So habe ich Jutta und Willi und ihre Hündin kennengelernt 😊. Wir haben noch den ganzen Abend zusammen verbracht, gesessen und gequatscht, ich fand es richtig schön.

Am nächsten Morgen habe ich die Umgebung erkundet und bin mit dem Rollstuhl am See entlanggefahren. Erst in die eine und dann in die andere Richtung. Das geht wirklich sehr gut, da die Strecke am See entlang eben ist und man gut rollen kann. Wären dessen habe ich mir überlegt was ich am Nachmittag machen möchte und bin auf die Idee gekommen, dass ich mir ein Kajak mieten kann. Ein Verleih war relativ schnell gefunden und der Mann erklärte sich auch bereit mir zu helfen, da ich an der Stelle, wo der Verleih war niemals ins Wasser gekommen wäre. Wir hatten ausgemacht, dass ich um 14 Uhr ein Boot haben könnte. Das passte mir auch ganz gut. So bin ich erstmal noch ein bisschen in der Stadt herumgefahren und habe eine Kleinigkeit gegessen. Zurück am Campingplatz angekommen musste ich ja wieder bergauf und ich habe mir nur gedacht, wie gut wäre es jetzt, wenn Jutta da wäre. Und kein Scherz, ich bin um die Ecke gebogen und da standen Jutta und Willi 😊. Ich würde mal sagen, dass war richtiges Glück 😊. Jutta war dann so nett und hat mich bis zu meinem Platz gezogen 😊 und weil der Abend zuvor auch für sie schön war, haben sie mich dann für den Abend zum Essen eingeladen. Ich war sehr geschmeichelt und habe mich sehr gefreut 😊.  Sie wollten am Nachmittag auch noch weg, zu einem Geschäft, wo es besonderes Öl gibt.

Mit dem Kajak hat dann alles gut geklappt. Der Mann vom Verleih hatte das Boot schon ans Wasser gestellt, so dass er mich nur noch bis zum Boot tragen musste. Da der Verleih zu einem anderen Campingplatz gehörte, musste ein Pfand wie z. B. ein Autoschlüssel oder Ausweis hinterlegt werden, damit man nicht mit dem Boot abhauen kann 😊. Ich musste ein innerlich bisschen lächeln und habe gesagt: sie haben ja meinen Rollstuhl. Daraufhin ist ihm auch klar geworden das ich nicht abhauen kann. Er hat mich dann zum Boot getragen und es war noch ein weiterer Mann am Strand, der so nett war ihm zu helfen. Ich bin schon bisschen gepaddelt, dann ein, zweimal ins Wasser schwimmen und habe mich dann ins Boot gelegt und gesonnt. Als meine Zeit um war, bin ich zurück zum Strand und wieder so aus dem Wasser getragen worden, wie ich auch rein getragen wurde. Nachdem ich wieder in meinem Rollstuhl Platz genommen hatte, habe ich mich bedankt und gesagt, dass es hat sehr viel Spaß gemacht hat. Und das hat es auch 😊.

Diesmal musste ich am Campingplatz leider alleine den Berg hoch.

Nachdem Jutta und Willi von ihrem Ausflug zurückkamen, ist Jutta zu mir gekommen und wir haben ein gequatscht. Wir haben uns dafür entschieden, dass ich so gegen 7 Uhr zu ihnen komme und wir dann gemeinsam ein Lokal suchen.

Gesagt – getan. Und da ich in Sachen Pünktlichkeit typisch deutsch bin, stand ich um 5 vor sieben bei Jutta und Willi. Es hat nicht lange gedauert, da haben wir ein schönes Lokal gefunden, welches im Innenhof lag. Und das Essen war unglaublich gut. Als dann der Nachtisch kam war ich im siebten Himmel 😊. Aber auch die Kellner konnten sich sehen lassen😊.

Es war ein sehr schöner Abend, der nach dem Essen noch nicht zu Ende war. Am Campingplatz haben wir noch bis 1 Uhr zusammengesessen.

Es war also wie am Anfang schon erwähnt super gut, dass ich meinen ursprünglichen Platz nicht angefahren bin.

An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an Jutta und Willi. Ich habe die zwei Tage sehr genossen und mich sehr gefreut, dass ich euch kennengelernt habe. Danke 😊

Und eh´ man sich versieht ist der Tag der Abreise schon gekommen. Jetzt beginnt mein endgültiger Heimweg. Ich habe noch ein paar Stopps, aber es ist trotzdem jetzt der Weg zurück Richtung Deutschland und wenn alles nach Plan geht, bin ich am 30.8 wieder zuhause.

Natürlich werde ich noch weiterhin berichten denn auch der Ort wo ich als nächstes halte soll sehr schön sein und es gibt bestimmt noch was zu erzählen.


18) 

Südtirol war mein letzter Stopp bevor es zurück nach Deutschland ging. Der Campingplatz, den ich eigentlich anfahren wollte, war belegt. Ich habe dann den nächsten Platz genommen, der sehr klein aber auch schön familiär war. Der Platz war gut gepflegt und die kleine Altstadt konnte man zu Fuß in weniger als 10 Minuten erreichen. Der Rückweg war dann ein wenig anstrengender da es bergauf ging. Aber das war zu meistern und ich habe auch Hilfe bekommen. Denn als ich auf dem Rückweg war und gerade vor dem Berg stand, kamen meine Nachbarn den Berg herunter, die auf dem Weg in die Stadt waren. Sie waren dann so nett und haben mich bis oben geschoben.

Die Gegend war sehr schön. Rundum Berge und ich konnte von meinem Platz direkt auf einen Berg mit einer Burg schauen. Sonst konnte ich leider nicht viel unternehmen. Es ist eine typische Wandergegend und ich kann zwar schon viel machen aber wandern ist doch ziemlich unmöglich, zumindest wenn man alleine unterwegs ist.

Viel gibt es also nicht über Südtirol zu erzählen. Dafür kann ich euch um so mehr von meinem nächsten Stopp erzählen. Im Voraus schon mal: Ich hatte unglaublich viel Spaß und habe eine sehr nette Familie kennengelernt, das war der perfekte Abschluss meiner Reise aber dazu später mehr.


19) 

Und so schnell kann es gehen. Ich bin am Morgen in Südtirol losgefahren und habe mich auf in Richtung Deutschland gemacht. Knapp vier Stunden später bin ich in der Nähe von Ulm auf einem Campingplatz gelandet. Ein kleiner Platz mit ca. 100 Stellplätzen direkt am See. Für die eine Nacht, die ich bleiben wollte habe ich einen Stellplatz bekommen, auf dem hätten mindestens noch drei weitere Autos stehen können. Meins so alleine mitten auf dem Platz sah ein bisschen verloren aus 😊. Die Nacht habe ich gut geschlafen und als ich am morgen nichtsahnend die Türe aufgemacht habe kam ein Gewitter vom Himmel. Ich habe mir nur gedacht, so ein Mist, ich fahre am besten gleich wieder zurück Richtung Italien – gut das ich das nicht gemacht habe-.  Als der Regen ein wenig nachgelassen hat, bin ich schnell in meinen Rollstuhl, habe mich fertig gemacht und ausgecheckt. Dann nichts wie ins Auto. Mein nächstes Ziel, Stollhofen in der Nähe von Baden Baden. Ich hatte am morgen angerufen und nachgefragt, ob noch ein Platz frei ist und es war noch ausreichend Platz.

Den Campingplatz kannte ich schon.  Ein paar Jahre zuvor war ich mit meinen Eltern noch da 😊. Der Platz hatte mir damals schon gut gefallen und er lag auf meinem Rückweg, also hat es sich angeboten, dort die letzten Tage meines Urlaubs zu verbringen. Wie sich später herausgestellt hat, war das eine sehr gute Idee.

Auch diesmal hatte ich wieder einen Stellplatz auf dem mein Auto ein bisschen verloren wirkte. Die Kleinigkeiten waren wie immer schnell erledigt, Fenster abhängen, Tisch rausstellen ist inzwischen Routine.

Als ich dann da so alleine an meinem Auto saß, bin ich von einem Mann angesprochen worden.  Er fragte mich, ob ich alleine unterwegs sei …. Ich habe ihm daraufhin von meiner Reise erzählt und das dies mein letzter Stopp ist, bevor ich nach Hause fahre. Dann hat er mich gefragt ob, ich nicht mit ihnen grillen möchte – da sag ich ja nicht nein zu -. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut und natürlich zugesagt.

Am Abend wurde mir dann die ganze Familie vorgestellt und ich war ein bisschen überfordert damit, mir die Namen zu merken, aber ich habe sie behalten 😊.  Hier also schon mal liebe Grüße an: Andrea, Melanie, Stefan, Winny, Anja, Lennox, Klaus, Nele, Tim und Robin.

Okay es war ein bisschen gelogen bei zwei Namen war ich mir nicht ganz sicher, da habe ich nachgefragt 😊. Vielleicht hat mein Gedächtnis ein paar Lücken, weil ich zu tief ins Glas geschaut habe 😊.

Das Essen war sehr gut. Das Fleisch war gut gegrillt und es gab leckeren Salat dazu. Nach dem Essen war der Abend aber noch nicht vorbei.  Wir haben noch lange zusammen gesessen und gequatscht und mir war die Familie auf Anhieb sehr sympathisch 😊

Da Andrea am nächsten Tag Geburtstag hatte, sind wir natürlich bis nach zwölf Uhr wach geblieben. Aber um halb ein war dann doch Zeit fürs Bett.

Am nächsten Morgen als ich vom Brötchen holen zurück kam, hat Andrea angeboten, dass ich auch gerne mit ihnen frühstücken kann. Das hat mich sehr gefreut und ich hab nicht nein gesagt. Nach und nach sind dann wieder alle dazu gekommen und da Andrea ja auch Geburtstag hatte, kamen ihre Eltern und ihr Neffe zu Besuch. So ging auch der Tag wieder schnell vorbei und es gab nochmal lecker Gegrilltes. Es tat mir innerlich richtig weh, dass der Tag so schnell vorbei ging. Denn der nächste Tag war mein Abreise-Tag und ich wollte nicht abreisen. Am Anfang hat Stefan zu mir gesagt, ich würde den Teil meines Urlaubs nie vergessen, wenn ich sie einmal kennengelernt habe. Und ich muss sagen, er hat Recht. In der kurzen Zeit sind mir alle irgendwie ans Herz gewachsen. Es waren so schöne Tage und so lustig das ich es wirklich nie vergessen werde und ich hoffe auch, dass der Kontakt hält.

Aber auch wenn ich es nicht wollte, war an diesem Abend irgendwann Zeit fürs Bett.

Ich wollte nicht abreisen und so habe ich meine Abreise ein wenig verschoben und bin noch bis 15 Uhr auf dem Campingplatz geblieben. So hatte ich noch ein paar sehr schöne letzte Stunden meines Urlaubs. Ich habe gehofft, dass dieser nicht zu Ende geht, doch wie es immer ist, wenn man Spaß hat und sich wohl fühlt vergeht die Zeit wie im Flug und so war es auch ganz schnell 15 Uhr. Die Verabschiedung ist mir sehr schwer gefallen.

An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an Andrea, Melanie, Stefan, Winny, Anja, Lennox, Klaus, Nele, Tim und Robin. Ihr habt die letzten Tage meines Urlaubs zu unvergesslichen Tagen gemacht und das ich euch alle kennengerlernt habe war der perfekte Abschluss für meine Reise 😊 (Alla donn) 😊


20) 

Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht für den letzten Artikel. Zuhause habe ich mich mehrfach hingesetzt und überlegt was ich schreiben soll. Nicht, weil ich nicht wüsste was ich schreiben soll, es gibt noch viel zu erzählen, aber es ist der letzte Artikel zu meinem ersten Road-Trip. Ich kann euch versichern, es wird noch mehr geben, ganz sicher und ich werde auch weiterhin über alles berichten.

Jetzt aber zurück ins Hier und Jetzt. Ich bin jetzt ca. 2 Wochen zu Hause und die Zeit verfliegt wieder wie im Flug. Der Alltag hatte mich zurück, da war ich noch nicht ganz die Türe rein. Aber wie es so ist, endet jeder Urlaub mal und es beginnt ja auch immer etwas Schönes. Wenn der Urlaub endet, kann man sich auf den Nächsten freuen und wie sagt man immer so schön, Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Mein nächster Road-Trip wird noch ein bisschen dauern, ich denke nächstes Jahr im Sommer werde ich mich wieder auf den Weg machen. In der Zwischenzeit berichte ich natürlich fleißig davon, wie ich mit dem Umbau meines Autos vorankomme, damit die nächste Reise ein wenig komfortabler wird – zumindest was das Schlafen angeht. Zu Hause in meiner Wohnung habe ich ein schönes großes Boxspringbett und ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder in dem Bett zu schlafen. Ich habe mir so gedacht, dass wird ein Luxus für meinen Rücken, wenn ich von meiner 70 cm halbleeren Luftmatratze wieder auf mein Bett umsteige. Naja mein Rücken fand den Luxus nicht so toll 😊. Ich habe ehrlich fast eine Woche gebraucht, um wieder vernünftig in meinem Bett schlafen zu können. Nach den ersten Nächten war ich sogar fast so weit, meine Luftmatratze wieder auf zu pumpen und neben mein Bett zu legen um darauf zu schlafen 😊. Ich habe es dann nicht gemacht, ich dachte, wie sieht das denn bitte aus 😊. Ich musste mich scheinbar einfach wieder an mein Bett gewöhnen. Nach einer Woche konnte ich auch wieder gut schlafen. Und ganz ehrlich am besten schläft man eh, wenn jemand nachts den Arm um einen legt 😊, doof nur das mein Rollstuhl keine Arme hat 😊.

Ähnlich wie mit dem Bett ging es mir auch mit der Schule, obwohl ich glaube, meine Eingewöhnungszeit ist noch nicht vorbei. Nein Scherz beiseite, ich habe tatsächlich ein paar Tage benötigt, um mich wieder zurecht zu finden. Morgens aufstehen, zur Schule und dann nachmittags an die Hausaufgaben setzen, als wäre man wieder in der ersten Klasse. Es hat ein bisschen Zeit gekostet, bis alles wieder geklappt hat. Nach zwei Wochen bin ich wieder auf dem Stand wie vorher. Meine Motivation Hausaufgaben zu machen ist mit den ersten Tagen verschwunden, somit hat sich das Problem auch erledigt, ich setze mich nachmittags nicht mehr hin für die Hausaufgaben 😊. Auch das frühe Aufstehen muss ich nur an zwei Tagen der Woche über mich ergehen lassen – die anderen tage mache ich die ersten beiden Stunden blau – nein Scherz, mache ich natürlich nicht. Ich habe das Glück, dass morgens die Fächer sind, die ich nicht gewählt habe.

Ach und sollte das zufällig einer meiner Lehrer lesen, bitte den letzten Abschnitt überlesen 😊.

Wie gesagt nach zwei Wochen ist wieder alles beim Alten und es fühlt sich so an, als wäre ich nie weg gewesen. Klar ich war keine Jahre weg, aber auch 6 Wochen sind eine lange Zeit und ich habe viel erlebt in dieser Zeit. Auch Einiges, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Es hat sich also nichts an meiner gewohnten Umgebung geändert, sondern ich glaube auch wenn es nur 6 Wochen waren, dass ich mich verändert habe. Ich habe jeden Tag meiner Reise etwas gelernt und jeder Tag hat mich ein wenig klüger und selbstbewusster gemacht. Ich weiß jetzt viel klarer, was ich möchte und in welche Richtung mein Weg gehen soll.

Ich weiß auch, dass ich niemals aufhören möchte zu reisen, denn reisen lässt dich realisieren, dass egal wie viel zu weißt oder glaubst zu wissen, es immer noch mehr zu lernen und zu entdecken gibt. Es ist eine wunderbare Welt, die wir schätzen lernen sollten und auf dieser Welt, dieser Erde gibt so viele schöne Orte, die es sich lohnt zu besichtigen und wo der Ausblick dir den Atem rauben wird. Das sind Momente, die man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergisst. Also packt eure Koffer und auf geht es zu dem nächsten Abenteuer.

Für Infos über die Campingplätze oder genauere Informationen über die Orte, die ich besucht habe, schreibt mich einfach an, ich werde alle Fragen beantworten.


Ich freue mich immer auf Unterstützung  🙂

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